Warum wurde der fmks e.V. gegründet?


Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen fmks e.V. entstand im Jahr 2000 aus einer Elterninitiative an einer Kieler Grundschule.  1999 wünschten sich Eltern dort Englischunterricht ab Klasse 1. Weil es zu diesem Zeitpunkt seitens des Landes Schleswig-Holstein noch keine  Bestrebungen gab, frühen Fremdsprachenunterricht anzubieten, verenbarten Eltern und Schule folgendes Modell:

 

Die Eltern bezahlen eine privat gesuchte Lehrkraft für eine halbe Stunde Englisch zwei Mal die Woche vor oder nach dem Schulunterricht. Ein Angebot, das aus damaliger Sicht besser war als gar nichts. Die Immersionsmethode kannten die Eltern zu dem Zeitpunkt noch nicht. Sie lernten jedoch im Zuge der fachlichen  Auseinandersetzung mit dem Frühbeginn des Fremdsprachenunterrichts Herrn Prof. Dr. Henning Wode vom Englischen Seminar der Universität Kiel kennen, den Pionier der Immersionsmethode in Deutschland. Sie luden Prof. Wode zu einem Vortrag ein, bei dem er die erfolgreiche Immersionsmethode vorstellte. Als die Lokalpresse darüber berichtete, merkten die Initiatoren an vielen Reaktionen aus der Bevölkerung, dass ein großes Interesse am Thema Englisch ab Klasse 1 bestand.   

 

Inspiriert durch den damals schon bestehenden bilingualen Verbund aus Kita und Schule in Altenholz bei Kiel, der von Prof. Wode initiiert und wissenschaftlich begleitet wurde, gründeten Eltern, Lehrer und Prof. Wode im Jahr 2000 den fmks.

 

Der bilinguale Verbund in Altenholz aus Kita und Grundschule begann 1996 mit der AWO-Kita Altenholz, die sich deutsch-englisch bilingual (zweisprachig) ausrichtete. 1999 folgte die staatliche Claus-Rixen-Grundschule mit einem deutsch-englisch bilingualen Sprachbad, dem Immersionszweig, um den Schulanfängern Kontinuität zu bieten. In der Kita wurden die Kinder von je einer deutsch- und einer englisch-sprachigen Fachkraft betreut, in der Claus-Rixen-Schule fand der Unterricht in allen Fächern (bis auf das Fach Deutsch) vom ersten Schultag an auf Englisch statt.

 

Dieses überzeugende Modell wollten sie auch anderen Kindern zugänglich machen und so einen Beitrag zum frühen Erwerb von Fremdsprachen liefern. Die Immersion, das Sprachbad, sollte in Deutschland Verbreitung finden.

 

Mittlerweile hat der FMKS Mitglieder in der ganzen Bundesrepublik und einige im Ausland. Der fmks ist eine gelungene Mischung aus Theorie und Praxis: Hier betätigen sich Erzieher, Lehrer, Eltern, Sozialpädagogen, Sprachwissenschaftler, Neurowissenschaftler, Kitas und Schulen. Der fmks ist gemeinnützig und arbeitet ehrenamtlich. Er finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Der fmks wurde als "Beste Initiative zur Förderung der frühkindlichen Sprachkompetenz und Fremdsprachenförderung“ mit dem „LeapFrog Learning Award“ ausgezeichnet.

 

Der fmks ist Mitglied in der Deutschen Liga für das Kind.

 

Hier finden Sie eine Übersicht über fmks-Fachtage und Beteiligung an Kongressen und Veranstaltungen, PDF

FMKS-Fachtag didacta Hannover 2015

 


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